Nordic Walking

Sanfte Bewegung und Spaß an der Natur
Wer joggen geht, kennt das angenehme Gefühl nach einem erfolgreichen Training. Doch der Einstieg in den Laufsport fällt nicht jedem leicht. Atemnot und Seitenstechen sind anfangs oft die Folge, und auf lange Sicht belastet der Schrittaufprall die Gelenke stark.
Daher bieten sich Frischluftfans weitaus sanftere Alternativen zum Joggen, wie „Nordic Walking“, das seit einigen Jahren immer mehr Freunde findet. Zu Recht, entlastet doch das Gehen mit Stockeinsatz den Bewegungsapparat in den Beinen, während der Oberkörper zeitgleich mehr Muskelmasse aufbaut.
Schlank und glücklich auf die nordische Art
Nordic Walking ist Kalorienkiller und Balsam für die Seele zugleich: Es werden fast doppelt so viele Kalorien – bis zu 400 pro Stunde – verbrannt wie beim einfachen Walken, aber ebenso viele Glückshormone ausgeschüttet wie beim Joggen. Ein Trend, mit dem heute immer mehr Menschen ihr Wohlbefinden effektiv steigern.
Fitness als Gruppen- und Family-Business
Weiterer Pluspunkt: Das Laufen mit den federleichten Stöcken ist der ideale Gruppensport – unabhängig von Alter, Gewicht oder Trainingsniveau. Im Vordergrund stehen vor allem der Spaß wie auch der Kontakt mit der Natur und den Mitläufern. Die Körperleistung selbst stellt sich als unbemerkter Nebeneffekt ein.
Auch Eltern mit ihren Kindern können statt eines Waldspaziergangs bedenkenlos einen sportlichen Nordic Walking-Ausflug unternehmen – ein wirksames Ganzkörpertraining für die gesamte Familie. Dazu gehören lediglich die richtige Ausrüstung und die Ermittlung der optimalen Stocklänge. Hierfür multiplizieren Sie einfach die Körpergröße mit 0,66. Wenn das Ergebnis zwischen zwei Stocklängen liegt, sollten Sie auf die niedrigere Länge abrunden. Ist Ihre Tochter also 1,35 Meter groß, so stellen sie die Teleskop-Stöcke auf 0,85 Meter ein.
Sommerliche Langlaufvariante für jedermann
Erfunden wurde Nordic Walking bereits in den 1930er Jahren als sommerliche Trainingsvariante für Skiläufer in Finnland. Dennoch dauerte es mehr als ein halbes Jahrhundert, bis seine Vorzüge erkannt wurden.
Die Technik ist einfach und für jeden schnell zu erlernen: Der rechte Stock setzt gemeinsam mit der linken Ferse auf und umgekehrt. Dabei werden die Stöcke eng am Körper geführt und schräg nach hinten eingesetzt – immer unterhalb des Körperschwerpunktes. Der Griff wird im Rhythmus fest gefasst und wieder gelöst, indem der Nordic Walker seine Arm- und Schultermuskulatur abwechselnd an- und entspannt.
Das richtige Equipment zählt
Dabei gilt: Nur mit der richtigen Ausrüstung lässt sich auch gezielt trainieren. Die Stöcke sollten bequem in der Hand liegen, ohne dass die Schlaufen zu viel Spiel haben, auch, um Blasen zu vermeiden. Wichtig ist außerdem ein elastisches, leichtes, aber dennoch stabiles Material. Auch Gummipuffer an den Spitzen sind ein absolutes Muss. Nur so lässt sich der Aufprall abfedern und auf Asphalt ausreichend Halt erzielen.



